Friedhof Boele und Kolumbarium
Der katholische Friedhof Boele

[Bi] Der katholische Friedhof Boele liegt westlich des Boeler Ortskerns. Richtung Norden geht der Blick über Wiesen und Felder auf die Ufer des Hengsteysees. Im Osten schaut man über die begrünten Wälle der Ortsumgehung auf das Dächergewirr des Boeler Zentrums mit den markanten Zwillingstürmen der katholischen Johannes-Kirche.

Entlang der gepflasterten Hauptwege finden sich Familiengräber (Gruften), ebenso wie Einzel- und Doppelgräber. Dazwischen finden sich immer wieder niedrige Hecken und Bäume.

In den letzten Jahren änderte sich die Bestattungskultur und immer mehr Menschen wünschten sich andere Grab- und Bestattungsformen. Vor allem die Sorge um die Grabpflege spielte und spielt bei den Angehörigen eine Rolle. Bei Ruhefristen von 25 Jahren (Sargbestattung), bzw. 15 Jahren (Urnenbestattung) war dies für den Kirchenvorstand verständlich. Er trug dem Anliegen der Hinterbliebenen Rechnung, indem er im östlichen Teil des Friedhofareals ein Rasengrabfeld anlegen ließ, um dessen Pflege sich der Friedhofsgärtner kümmert. Hier können Einzelbestattungen vorgenommen werden. Mittlerweile erweitern Doppelrasengräber für (Ehe)Paare das Angebot.

Neben der traditionellen Sargbestattung hat sich in den letzten Jahren die Urnenbeisetzung etabliert. Auch bei dieser Bestattungsform bietet der katholische Friedhof eine große Auswahl individueller Grabarten. Vom Urnengrab, das von den Angehörigen gepflegt wird, über ein Urnenrasengrab, welches der Friedhofsgärtner pflegt, bis hin zur Urneneinzel- oder Urnendoppelkammer, bzw. einer Urnengemeinschaftskammer im Kolumbarium reicht das Angebot. Daneben können Urnen auf einem freien Platz in einer mehrstelligen Gruft beigesetzt werden. So können Paare oder Familienmitglieder, die unterschiedlichen Vorstellungen der Bestattung haben im Tod vereint bleiben.

Die Grabgestaltung richtet sich nach der Friedhofssatzung, welche hier eingesehen werden kann. Hier ist zum Beispiel geregelt, welche Regeln es für Grabeinfassungen, Grabsteine, Bepflanzungen, Lichter oder anderen gestalterische Elementen gibt. Dies ist dem Kirchenvorstand wichtig, um den christlichen Charakter des Friedhofs Rechnung zu tragen.

Am Haupteingang an der Turmstraße befindet sich der friedhofseigene Parkplatz. Hier befinden sich auch die Friedhofskapelle mit Blumenladen und das Kolumbarium.

In der Kapelle treffen sich die Angehörigen, Freunde und Verwandte der Verstorbenen, um gemeinsam in einer Trauerfeier Abschied zu nehmen und der Auferstehungshoffnung Ausdruck zu verleihen. Für Urnentrauerfeiern bis zu 10 Angehörigen steht ein kleiner Abschiedsraum zur Verfügung.

Für Aufbahrungen vor einer Beerdigung bietet die Kirchengemeinde im hinteren Teil der Friedhofskapelle Aufbahrungsräume an. Über den Bestatter erhalten die Angehörigen den Schlüssel, so dass die Angehörigen jederzeit den Verstorbenen besuchen können.

Der Boeler Friedhof ist ebenso gut zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie auch mit dem Auto von nah und fern zu erreichen. Vom Boeler Marktplatz sind es maximal fünf Minuten Fußweg bis zum Eingang Hilgenland. Wer die Steigung der Fußgängerbrücke scheut, nimmt den kleinen Umweg durch die Turmstraße, so dass der Friedhof in sieben Minuten erreichbar ist. Das Friedhofsgelände weist kaum Gefälle auf, so dass die ebenmäßig gepflasterten Hauptwege für Menschen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung ohne Kraftanstrengung befahrbar, bzw. begehbar sind.
Die Buslinie 594 hat eine eigene Haltestelle mit Namen Boele Friedhof. Sie verkehrt zwischen dem Hauptbahnhof Hagen und Bahnhof Schwerte. Für die Anreise mit dem PKW stehen ausreichen kostenlose Parkplätze am Haupteingang Turmstraße zur Verfügung. Durch die 2009 eingeweihte Umgehungsstraße, den sogenannten Boeler Ring, ist der Friedhof auch für Besucherinnen und Besucher aus der weiteren Umgebung schnell und einfach  zu finden. Bis zur A 1, A 45 und A 46 sind es nur wenige Fahrminuten.  

Weitere Informationen zum Friedhof (Gebührenordnung, Ruhezeitenregelungen, Grabpflege, etc) können bei Pfarrsekretärin Regina Prott unter 02331 / 65421 telefonisch erfragt werden.