Mit Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Umsicht gewinnt es an Bestand. IRUM in der Kommende Dortmund wiedereröffnet
Dortmund/ Paderborn 10.11.2011 Der Umbau ist abgeschlossen, der Umzug erfolgreich durchgeführt, nun präsentiert sich das IRUM in der Dortmunder Kommende dem Benutzer in neuen Räumlichkeiten, die keine Wünsche offen lassen. Ab sofort steht es dem Besucher mit allen Dienstleistungen wieder zur Verfügung.
Institutsreferentin Brigitte Zein-Schumacher (re.) und ihre Kolleginnen Petra Ständker, Almut Boeker (†), Sabrina Pietscheck, Regina Lindenberg und Michaela Pachler (v.l.n.r.) haben arbeitsintensive Wochen hinter sich. Ein Festakt am Mittwochabend beendete die dreiwöchige Schließungszeit und gab den offiziellen Startschuss für die Wiedereröffnung des IRUM in den von Grund auf renovierten Räumlichkeiten der Dortmunder Kommende.
In seiner Begrüßung konnte Gerhard Krombusch, Direktor des IRUM, zahlreiche Gäste willkommen heißen. Sein besonderer Gruß galt mit Ewald Oelgemöller und Hans-Georg Glasner zwei ehemaligen Institutsreferenten. Er wies auf die Aussage von Lorenz Kardinal Jaeger hin, der anläßlich der Eröffnung des Instituts 1971 sagte: "Die gegenwärtige Neuorientierung in Theologie und Religionspädagogik verunsichert viele Lehrer. Ihnen soll das Institut eine Hilfe für ihre schwere Arbeit in der Schule sein." Krombusch warf die Frage auf, ob diese programmatische Aussage des Kardinals nicht auch noch nach 40 Jahren Gültigkeit besitze.
Unterstützung für Gemeinden und Religionsunterricht
Institutsreferentin Brigitte Zein-Schumacher skizzierte in ihrem Beitrag die künftige Akzentsetzung des IRUM in Dortmund. Das IRUM werde, so Zein-Schumacher, die Veränderung in der Struktur der Gemeinden aufnehmen und hier als Partner Unterstützung leisten. Ferner führt sie als zweiten Schwerpunkt aus: "Es müssen aber auch gleichzeitig inhaltliche Impulse gesetzt werden – gemeinsam mit allen Referenten und Referentinnen aus dem IRUM in Paderborn, wie der Religionsunterricht in einer veränderten Schullandschaft nicht nur Bestand hat, sondern sogar zu einer Chance werden kann, um zu erfahren, dass der Mensch mehr ist, als das was er kann. Welche Impulse können wir geben, um sowohl den katholischen Schulen als auch den öffentlichen Schulen im Rahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung konstruktiver Partner zu sein? Dies ist die Frage, um deren Beantwortung wir uns bemühen müssen."
IRUM als "kultureller Diakon"
Domkapitular Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, Brigitte Zein-Schumacher, Institutsreferentin in Dortmund, und Prälat Dr. Peter Klasvogt, Direktor der Kommende, freuen sich über die neuen Räume des IRUM. Am Anfang der Feierlichkeiten rund um die Wiedereröffnung des IRUM in Dortmund stand allerdings die Feier der Heiligen Messe in der Kapelle der Kommende, in der nach 14monatiger Umbau- und Renovierungszeit des Gesamthauses endlich wieder Gottesdienst gefeiert werden konnte. Domkapitular Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, bezeichnete in seiner Predigt das IRUM als einen "kulturellen Diakon", der seinen Dienst an der innersten Geist- und Bilderwelt des Menschen leiste. Entscheidend aber für die Verwirklichung dieser Aufgabe sei es, dass der Besucher zuerst auf Menschen träfe, die ihre Unterstützung anbieten, das richtige Wort oder Bild für den Unterricht oder die Gemeindearbeit zu finden. Den Mitarbeiterinnen komme hier die hohe Verantwortung zu, die Geistes- und Seelenwelt junger Menschen zu prägen.
40 Jahre in der Katholischen Akademie Schwerte
Seit 1971 war die Katholische Akademie Schwerte Heimat des Instituts. 40 Jahre lang konnten die Benutzer Bücher und Medien für Schule und Gemeindearbeit ausleihen und sich beraten lassen zu Fragen des Religionsunterrichtes und des Medieneinsatzes. Allerdings hatten die Räumlichkeiten hier eher den Charakter eines (fortwährenden) Provisoriums, da die ursprünglich als Wohnung konzipierten Räume kein Optimum für Bibliothekszwecke bieten konnten. Ausschlaggebend für den Umzug war dann allerdings, dass seit mehreren Jahren Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk und Schimmelpilzgefahr eine dauerhaftere Lösung erforderten. So bot sich im Rahmen der umfassenden Sanierung und Renovierung der Kommende an, hier Räumlichkeiten für das IRUM einzurichten.






