top-bild top-bild top-bild
Startseite
Suchbegriff eintragen
Solidarität durch Kauf von „Solibrot“

Über 20.000 "Solibrote" wurden rund um Paderborn in der Fastenzeit verkauft. Durch den Solidaritätsbeitrag, den die Bäckereien an Misereor spenden, kamen 3350  € zusammen, die nun übergeben worden sind.

100714-142-Solibrot
Weihbischof Matthias König und Andreas Lohmann vom bischöflichen Hilfswerk MISEREOR erhielten aus den Händen von Bäckereivertretern aus dem Hochstift Paderborn einen Scheck über 3.350 Euro. Drei Bäckereien mit ihren Filialen im Paderborner und Höxteraner Land und die Innung für das Nahrungsmittelhandwerk Paderborn hatten sich während der diesjährigen Fastenzeit an der Aktion Solibrot des Hilfswerks MISEREOR beteiligt und rund 20.000 des speziell gekennzeichneten „Solibrotes“ ihren Kunden verkauft. Beim Kauf eines Solibrotes wird ein Teil des gezahlten Preises von den Bäckereien für MISEREOR-Hilfeprojekte gespendet.

In den Filialen der beteiligten Bäckereien war das Solibrot zwischen Aschermittwoch und Karsamstag im Sortiment. Kennzeichen war eine von Misereor gestaltete Brotmarke, die auf den Brotlaib geheftet wurde. Dazu wurde ein bewährtes Brot während der Fastenzeit von den Bäckereien zum Solibrot erklärt. „Wenn wir ein Brot, das sich gut verkauft, zum Solibrot erklären, dann kommen mehr Spenden für MISEREOR rein“, sagten die Bäckereivertreter einstimmig. Kunden hätten bewusst das Solibrot gekauft, so dass sogar mehr als sonst üblich von dem zum Solibrot erklärten Roggenmischbrot verkauft wurde, so die beteiligten Bäckereien.

In der diesjährigen Fastenzeit konnten rund 20.000 Brote als Solibrote verkauft werden, informierte Weihbischof König, im Erzbistum Paderborn Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission. Die Aktion Solibrot sei wertvoll, weil Käufer mit dem Erwerb eines Brotes tatsächlich ein Lebensmittel in der Hand hielten, das auch für die Armen zum Lebensmittel und zur Unterstützung werde. „So ein Engagement ist heute nicht selbstverständlich. Es ist gut, wenn trotz aller Sorge um den eigenen Betrieb Solidarität möglich ist, Mitarbeiter und Kunden über den eignen ‚Brotrand’ schauen“, sagte Weihbischof König. „Ich freue mich, dass sich so viele Menschen aktiv beteiligt haben, nicht allein die Bäcker als Erzeuger der Solibrote, vielmehr auch die Kunden, die das Brot kaufen. So kommt der Gedanke der Solidarität ins Bewusstsein vieler Menschen“, sagte Andreas Lohmann, Abteilungsleiter Spenderkontakte beim bischöflichen Hilfswerk MISEREOR.

Ulrich Klauke, Leiter des Referats Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat, machte darauf aufmerksam, dass auch in vielen Gemeinden des Erzbistums Paderborn während der Fastenzeit Brot als Zeichen der Solidarität mit der Einen Welt verkauft werde.

Bereits zum vierten Mal wurde von Bäckereien im Hochstift Paderborn die Aktion Solibrot des bischöflichen Hilfswerks mit Sitz in Aachen aufgegriffen. Das Hilfswerk der katholischen Kirche unterstützt in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern die Ärmsten der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Seine vielen Selbsthilfeprojekte tragen dazu bei, den Teufelskreis von Armut, Hunger und Krankheit zu durchbrechen.

Mit den durch die Aktion Solibrot eingenommenen Spendengeldern werden in diesem Jahr zwei Projekte von MISEREOR konkret unterstützt. Peter Grohmann von der Innung für das Nahrungsmittelhandwerk Paderborn sprach sich dafür aus, den Wiederaufbau von Häusern im ländlichen Raum in Haiti zu fördern, um so konkret Familien zu helfen, die durch der Erdbebenkatastrophe in diesem Jahr obdachlos wurden. Darüber hinaus soll ein von MISEREOR begleitetes Projekt in einem Slumgebiet in Kalkutta (Indien) unterstützt werden, das Wertstoffsammlern auf den Mülldeponien der Stadt eine neue Lebensperspektive vermitteln will.

Folgende Bäckereibetriebe haben sich an der Aktion Solibrot beteiligt:

Goeken Backen GmbH in Bad Driburg

Bäckerei Lange GmbH in Salzkotten

Bäckerei Gaßmüller in Paderborn Schloß Neuhaus


Druckansicht
Artikel versenden
zurück