Warum benötigen unsere Schulen ein Leitbild?
Die 18 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn haben eine unterschiedliche Herkunft. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass in vielen Fällen Ordensgemeinschaften konstitutiv für ihre Gründungen waren. Doch die prägende Kraft der Ordensleute, das gelebte Leitbild, das sich aus den unterschiedlichen Ausrichtungen der einzelnen Ordensgemeinschaften ableitete, verschwand allmählich.
Perspektive 2014
Es galt, das Profil der Schulen neu zu bestimmen und zu schärfen. Hilfreich für diesen Prozess war die "Perspektive 2014", mit der Erzbischof Hans-Josef Becker bereits in der Anfangsphase seines Bischofsamtes die kommenden 10 Jahre in den Blick nahm. Die Neuausrichtung der pastoralen Arbeit im Erzbistum Paderborn soll sich in den Schwerpunkten Glauben verkünden, Diakonisch handeln, Missionarisch Kirche sein, Berufungen wecken verdichten. Hinzu kam der gesellschaftliche Kontext. Freie Schulen in Trägerschaft eines Bistums sind nur ein Anbieter auf einem pluralen Bildungsmarkt. Sie treten in einen Wettbewerb mit anderen und müssen daher Eltern und gesellschaftlichen Gruppen ein klares Profil präsentieren.
Selbstvergewisserung und Standortbestimmung
Ziel des Leitbildprozesse soll es daher sein, Kriterien für eine ständige Selbstvergewisserung und Standortbestimmung der Schulgemeinschaft zu entwicklen, Hilfestellungen zu geben für den Entwurf oder die Weiterentwicklung des Schulprofils. Darüber hinaus können in Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Schule und Erziehung längerfristige Entwicklungen gesteuert und gestaltet werden.