Schule und Erziehung

Was prägt ein Leitbild für Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn?

Ausgangspunkt für Überlegungen, was prägend für ein Leitbild von Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn ist, kann nur in dem bestehen, was man "das Katholische" nennt. Hier liegt das unterscheidend Andere, das Proprium unserer Schulen.

Das Leitbild entfaltet daher diesen Kern in sieben Akzenten und führt beispielhaft Konkretionen im Schulalltag auf. Diese geben Hilfen für die Umsetzung der Ziele.

Authentische christliche Spiritualität

Menschen auf der Suche nach Gott: In einer katholischen Schule machen sich Schüler, Lehrer und auch Eltern gemeinsam auf den Weg, um ihre Verbindung mit Gott und seinem Evangelium zu festigen und zu vertiefen. …

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Das Kirchenjahr bildet sich sichtbar im Schulleben ab.
  • Lehrer ermöglichen durch einen klaren Standpunkt Orientierung und Beheimatung im Glauben.

Die Würde des Menschen

Verwurzelt in seiner Gottebenbildlichkeit: Katholische Schulen sind entstanden aus dem Auftrag der Kirche, besonders den Armen und Schwachen in der Gesellschaft Bildung und Teilhabe zu ermöglichen.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • In allen Fächern, die sich mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik befassen, gehört die Sicht auf die Verlierer und die Benachteiligten immer mit dazu.
  • Die finanziellen Beiträge der Eltern zu Klassen- oder Kursfahrten, zur Exkursionen oder religiösen Angeboten sind so gestaltet, dass alle teilnehmen können.

Katholisch

Allgemein, umfassend: Im Sinn des pastoralen Konzeptes des Erzbistums wird die Schule auf der Ebene Pastoralverbund bzw. Pfarrei als ein „pastoraler Ort“ verstanden.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Gastfreundschaft und Schüleraustausch, Partnerschaft oder Patenschaft für andere katholische Schulen auf der ganzen Welt gehören zum Schulleben dazu.

Im Dialog leben

Katholisch in ökumenischer Offenheit: Katholisch sein heißt, im Dialog zu leben.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Die Begegnungen mit anderen christlichen Konfessionen und mit den Religionen, die am Ort vertreten sind, haben einen festen Platz im Schulleben.
  • Im Sinne eines „Dialoges mit der Welt“ setzen sich Schüler und Lehrer auch mit den Positionen nichtgläubiger Menschen auseinander.

Der Mensch

Einheit von Leib, Seele und Geist: Vor allem im Tun Jesu an den Menschen wird deutlich, dass das Heil immer dem ganzen Menschen gilt.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Eine besondere Förderung von Jungen und Mädchen, altersentsprechend und bei Bedarf auch in getrennten Gruppen oder Klassen, gehört zum Förderkonzept der Schule.
  • Das Erzbistum fördert Schüler, Lehrer und Eltern durch die Schulpastoral und Schulsozialarbeit.
  • Eine Streitkultur und Streitschlichtung, bei der die Schüler beteiligt sind, ist selbstverständlich.

Die Welt als Schöpfung

Zur Verantwortung bereit sein: Aus der Tradition heraus ist das Katholische bestimmt von einer umfassenden Freude am Leben und an der Güte der Welt.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Die Schule hat ein eigenes Konzept für den Umgang mit Energie und Müll.
  • Die Schüler werden zu einem verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit allen natürlichen Ressourcen angehalten und erzogen.

Zum Guten befähigen

Zur Liebesfähigkeit führen: Erstes Erziehungsziel ist daher, Menschen in einem umfassenden Sinn zur „Liebesfähigkeit“ hinzuführen.

Konkretionen im Schulalltag: z.B.

  • Im Sinne einer Erziehungspartnerschaft bzw. –gemeinschaft ist eine regelmäßige Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern selbstverständlich und geregelt.
  • Eine Streitkultur und Streitschlichtung, bei der die Schüler beteiligt sind, ist selbstverständlich.

Wenn Sie sich für weitere Beispiele und den kompletten Text des Leitbilds interessieren....

 

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