Humus bringt Ihrem Boden viele Vorteile: Er speichert das dreifache seines Eigengewichtes an Wasser, sorgt für die Durchlüftung des Bodens und stellt den Pflanzen Nährstoffe bereit. Humus schafft aber nicht nur die ideale Umgebung für Pflanzenwurzeln, er ist auch die Grundlage des Bodenlebens.
Wenn Sie Ihren Garten regelmäßig mit Kompost versorgen, erreichen Sie schon nach 2-3 Jahren eine merkliche Erhöhung des Humusgehaltes und verbessern dadurch die Struktur Ihres Bodens. Außerdem werden durch Kompost Schwermetalle gebunden, die dann nicht mehr in die Pflanzen gelangen können.
Um sich möglichst rasch die Vorteile des Bodenlebens - insbesondere die positiven Auswirkungen der Regenwürmer - zu Nutze machen zu können, sollte man als Untergrund den Naturboden wählen. Die Grundfläche wird mit gröberem material als Häckselgut 10 - 20 cm hoch ausgelegt. Die richtige Zusammensetzung des Abfallmaterials ist wichtig, um eine möglichst zügige Verrottung zu erreichen. Damit genügend Luftzufuhr gewährleistet ist, mischt man grobe Abfälle mit feinem Material. In lockeren Schichten trägt man abwechselnd gröberes und feineres Material auf, streut ca. alle 20 cm etwas Kompostbeschleuniger, Gartenerde und Urgesteinsmehl darüber und bedeckt es schließlich mit Erde. Den Abschluß des fertig angesetzten Komposthaufens bildet ein Schutzmantel aus Gras, Stroh, oder Laub.
Tipps und Tricks
- Kompostmaterial zerkleinern: Um eine schnelle Verrottung zu erreichen, muss das Kompostmaterial vor seiner Aufschichtung zerkleinert werden. Indem man gehäckseltes, verholztes Material beimengt, kann man die Durchlüftung des Komposthaufens zusätzlich fördern. Hervorragende Dienste leisten dabei die Häcksler aus dem Lagerhaus.
- Kompostbeschleuniger beimengen: Wer noch schneller einen nährstoffreicheren Kompost erzielen will, kann noch etwas Kompostbeschleuniger auf den Komposthaufen geben.
- Kompost bewässern: Um die Verrottung zu beschleunigen, kann bewässert werden. Aber nicht zu viel: Das Material soll feucht wie ein ausgepresster Schwamm, aber nicht triefend nass sein.
Wenn es stinkt, ist etwas faul
Ist der Kompost zu wenig durchlüftet, entsteht Fäulnis und üble Gerüche entwickeln sich. Dabei entstehen außerdem Giftstoffe, die für das Bodenleben schädlich sind.
Kompost kann einmal oder auch öfter pro Jahr angewendet werden. Eine Faustregel für die Menge: Mindestens 6 kg pro Quadratmeter und Jahr sollten ausgebracht werden, dass sind rund 3 Schaufeln voll Kompost. Bevor Sie den Kompost verwenden, sollten Sie ihn einmal durchsieben. Eventuell vorhandene grobe Reste gibt man zurück auf den Komposthaufen.
Und das können sie kompostieren:
Abfälle aus dem Garten:
- Grasschnitt von Rasen und Wiesen
- Unkraut, verwelkte Blumen, Gemüseabfälle, Obstreste
- Baum,- Hecken- und Strauchschnitt
- Laub von Bäumen, Kartoffeln, Erbsenstroh
- Verbrauchte Erde aus Kisten und Kübeln
Abfälle aus dem Haushalt:
- Küchenabfälle: Obst- und Kartoffelschalem, Gemüsereste, Eierschalen, Kaffeesatz, Tee, verdorbene Lebensmittel
- Haare
- verwelte Schnittblumen, eingegangene Topfpflanzen
- Zeitungspapier, Sägespräne
Nicht geeignet:
- Glas, Metalle, Kunststoffe
- Farbig bedrucktes Papier
- Haushaltschemikalien, Altöl
- Schalen von Südfrüchten
- Asche
- Laub von bleibelasteten Straßenbäumen
- Kranke Pflanzenteile



