Der Güterloher KünstlerKreis zeigt Malerei, Bildhauerei, Grafik, Frottagen und Assemblagen
Karin Bergmann, Karin Davids, Ute Kugel-Erbe, Rose Lichtenberger, Serpil Neuhaus, Doris Papenbreer, Barbara Remmert, Johan Sol, Ulla Timmermann, Christoph Winkler: Zehn Kunstschaffende aus Gütersloh und Umgebung haben sich zum Gütersloher KünstlerKreis zusammen gefunden. In ihrer Ausstellung zeigen sie gemeinsam das, was in jüngster Zeit in den Ateliers und draußen entstanden ist. Neben Malerei und Bildhauerei in Holz und Sandstein gibt es Grafik, Frottagen und Assemblagen zu sehen.
In der Zusammenschau lassen sich Verbindungslinien erkennen: Das Interesse für Strukturen der Natur und Gefundenes (bei Karin Davids, Ute Kugel-Erbe, Rose Lichtenberger, Doris Papenbreer, Barbara Remmert und Christoph Winkler), das Interesse für Erfundenes (bei Johan Sol, Ute Kugel-Erbe und Karin Bergmann) sowie das Interesse für die Pole der Malerei, wenn der Realismus der Serpil Neuhaus auf das Informell-Prozesshafte bei Barbara Remmert und Ulla Timmermann trifft.
Im Einzelnen zeigen die „Gütersloher 10" folgende Ausschnitte aus ihrem meist weiter gefächerten Werk:
Karin Bergmann bearbeitet Sandstein und Speckstein zu kleinen und mittleren Skulpturen, deren Motivik zu Grundformen der menschlichen Mimik und Gestik vordringt.
Karin Davids zeigt Malerei in großen und kleinen Formaten zum Themenkreis der norddeutschen Landschaft. Sie verknüpft Material aus der Natur assemblagehaft zu einer Sand-Acryl-Mischtechnik.
Ute Kugel-Erbe lässt in ihrer Acryl-Malerei unberührt-wilde Landschaftsformationen in Grau-Ocker-Palette entstehen.
Rose Lichtenberger verwendet Kastanie, Olivenholz, aber auch Multiplexplatten und andere Hölzer für ihre Holzskulpturen.
Serpil Neuhaus, Malerin mit türkischen Wurzeln, widmet sich in der hier gezeigten Grisaille-Serie mit dem Titel „Balance" dem Dialog der Kulturen.
Doris Papenbreer gestaltet Landschaften und anderes aus der Natur im Sinne eines atmosphärischen Farberlebens.
Barbara Remmert sichtet und sichert Spuren aus vergangenen Epochen und Strukturen aus der Natur in Frottagen.
Johan Sol zeigt in seinen Farbstift-Arbeiten eine erstaunlich skurrile Fauna, deren liebenswerte Eigenschaften die des Menschen und des Allzumenschlichen spiegeln.
Ulla Timmermann zeigt großformatige abstrakte Malerei in Acryl. Sie dynamisiert ihre kontrastreichen Farbgebilde durch grafische Strukturen.
Christoph Winkler verarbeitet in seinen fantasievollen Objektkästen und Assemblagen Fundstücke aus der Natur und Zivilisationsreste.
Zur Eröffnung der Ausstellung gibt die Kunsterzieherin und Künstlerin Karin Davids eine Einführung.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags: 15 - 17 Uhr,
sonn- und feiertags: 11 - 18 Uhr
Künstlerische Fotografie und Acrylmalerei
von Renate Blöink
Renate Blöink, geboren und aufgewachsen im Sauerland, schloss 2007 ihr Kunststudium an der Universität Paderborn ab. Sie wohnt und arbeitet in Paderborn. Während ihres Studiums, auf Exkursionen in Italien und Frankreich mit Prof. Hermann-Josef Keyenburg, entdeckte sie ihr Interesse für alte mystische Stätten. Besonders die Ausgrabungen und Knochenfunde üben eine große Faszination auf sie aus.
Renate Blöink entwickelte in Ihrer Fachpraktischen Prüfung zum Thema „Knochen“ eine "Ästhetische Forschung", worin sie sich mit dem Thema in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen auseinandersetzte (Biologie, Theologie, Kunstwissenschaft, Ökologie, Philosophie...), auch mit dem Hintergrund, dass "Knochen, die Jahrhunderte überdauert haben, mehr Beachtung finden sollten, weil sie Zeugnis von ehemals lebendigen Wesen geben."
In dieser Ausstellung werden Fotos von präparierten Tierknochen gezeigt, die digital und künstlerisch bearbeitet wurden. Die Fotografien zeigen Knochen-Fragmente und- Brüche, die in ihrer Schönheit und Transparenz in ein ganz besonderes Licht gesetzt werden und zu einer neuen Betrachtungsweise einladen.
Auch malerisch, mit Acryl auf Leinwand, setzt sich die Künstlerin mit unterschiedlichen Erscheinungsformen und dem Zusammenwirken der Knochen auseinander. Sie bevorzugt einen groben Pinselstrich und eine expressive Farbgestaltung. Leuchtende Farbkontraste geben den Bildern eine Ausdruckskraft, die sich auch in ihrem neuen Thema "Insekten" zeigt.
Die Ausstellung wird am 24. Mai um 19 Uhr eröffnet. Zur Einführung spricht Prof. Hubert Krawinkel. Hang-Klänge von Martin Hillebrand begleiten die Eröffnung.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags: 15 - 18 Uhr,
sonn- und feiertags: 11 - 18 Uhr
Skulpturen, Videos, Zeichnungen und Fotografien von Studenten der École supérieure des beaux arts, Le Mans
Die zusammen mit dem Partnerschaftsreferat und dem Kulturamt der Stadt Paderborn sowie der Kunsthochschule in Paderborns französischer Partnerstadt Le Mans organisierte Ausstellung zeigt Einzelwerke von Studierenden aus Le Mans, die am Ende ihres Studiums mit dem Wahlfach Kunst angelangt sind, sowie Gemeinschaftswerke von Studierenden im Wahlfach Design, die im Rahmen eines gemeinsamen Workshops verschiedener französischer Kunstschulen von Dezember 2011 bis Januar 2012 entstanden sind.
Es ist immer etwas riskanter, eine Ausstellung nur mit Arbeiten von Studenten in der Öffentlichkeit zu zeigen, als eine Ausstellung, die von einem etablierten Künstler oder Designer unterstützt wird, meint Didier Larnac, Directeur Adjoint der École supérieure des beaux arts in Le Mans. In diesem experimentellen Kontext sollte auch der Inhalt dieser Ausstellung begriffen und beurteilt werden.
Der Titel der Ausstellung „Innovation" erinnert etymologisch daran, dass wir uns mit dem Unbekannten, nicht mit dem Etablierten befassen. Das wiederum verweist auf die primäre Aufgabe einer Kunstschule und ihre pädagogischen Ziele: Es heißt, Bedingungen in der Hochschulausbildung zu schaffen, die durch die Umsetzung einer Pädagogik des Forschens und Suchens dem künstlerischen Schaffen gewidmet ist, und die es jedem Studenten erlaubt, dem Akademismus zu misstrauen und dabei seinen künstlerischen Standpunkt zu behaupten und Innovatives zu schaffen.
In der Ausstellung werden u. a. die performativen Rollobjekte von Julien Rolland, die akribischen „Haar-Zeichnungen" von Rose Mansion und die großformatigen Fotografien von Emilie Rousseau gezeigt. Auch ein einzelnes, imposantes Objekt wird ausgestellt, eine Art „Rahmen" oder „Brücke". Zusammengesetzt aus den Buchstaben „X" und „Y", ist es das Ergebnis einer konzeptionellen Zusammenarbeit zwischen acht Studenten verschiedener Kunstschulen. Des Weiteren werden videographische Forschungen von Catherine Radosa gezeigt, die sich mit der Identität des Menschen im Kontext der Globalisierung befassen.
Die genannten Beispiele geben nur einen Einblick in die für die Ausstellung ausgesuchten Arbeiten.
Die Ausstellung wird am 21. Juni um 19 Uhr vom Bürgermeister der Stadt Paderborn im Gewölbesaal eröffnet.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags: 15 - 17 Uhr,
sonn- und feiertags: 11 - 18 Uhr
Acrylmalerei der Ateliergemeinschaft "10MALen"
Als Gasthörerinnen oder Studentinnen haben die zehn Malerinnen Petra Berenbrinker, Gisela Blaha, Gisela Dziock, Heidi Lange-Kallerhoff, Brigitte Sänger,Heidemarie Ritter, Heike Otto, Renate Temme, Ulla Timmermann und Rita Winkelmann mehrere Semester Malseminare von Prof. Herrmann-Josef Keyenburg an der Universität Paderborn besucht. Nach seinem Tod im Jahre 2009 gründeten die Künstlerinnen eine Ateliergemeinschaft und malen seitdem einen Tag wöchentlich gemeinsam. Viele der Künstlerinnen haben Studienreisen im In- und Ausland unternommen, an Gruppenausstellungen teilgenommen oder Einzelausstellungen ausgerichtet. Dies jedoch ist die erste mehrwöchige gemeinsame Ausstellung der Ateliergemeinschaft.
Der Malstil der Gruppe hat eine große Bandbreite von gegenständlich bis abstrakt. Auch die Bildgegenstände zum Thema „Zwiegespräche“ der Künstlerinnen differieren. Eigene Skizzen, Fotos oder Erinnerungen dienen als Anregung zur eigenen Gestaltung und Interpretation einer Situation, Stimmung oder Idee. Flüchtige Eindrücke werden mehr oder weniger konkret festgehalten, Farbsymboliken und Kontraste kommentieren eine Vorstellung. Erfahrungen oder Eindrücke werden teilweise auch abstrakt verarbeitet und oft in vielfältig überarbeiteten Werken dargestellt. So verschieden die Ausführung der Bildwerke ist, so unterschiedlich ist deshalb auch der Malprozess im Einzelnen.
Den Besucher erwartet also eine spannende, vielseitige Ausstellung, die sowohl in der malerischen Ausführung wie in der Intensität und Breite der Auseinandersetzung mit dem Thema „Zwiegespräche“ ein großes Spektrum zeigt. Trotz dieser Vielfalt haben die Künstlerinnen dasselbe Ziel: mit immer neuen Anregungen und Ansätzen in Form und Farbe ein gewähltes Thema tiefer zu durchdringen und in einer geeigneten Komposition zu gestalten.
Die Ausstellung wird am 29. Juli um 11 Uhr eröffnet.
Zur Einführung spricht Dr. Rita Winkelmann, Kunsthistorikerin.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags: 15 - 18 Uhr,
sonn- und feiertags: 11 - 18 Uhr
Eine Ausstellung des Paderborner Arbeitskreises „FrauenKultur“ der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn
Wasser ist das vielleicht Faszinierendste der vier Elemente. Denn es ist am Wandelbarsten. Fest, flüssig, gasförmig. In alle Aggregatzustände tritt es ein. Eis, Schnee, Fluss, See, Pfütze, Wolke, Meer. Wasser hat vielerlei Gestalt. Es ist Lebensursprung, aber auch todbringende Naturgewalt. Wasser, das „blaue Gold“. Wasser, das „Öl der Zukunft“. Das Wasser ist Anfang und Ende. Es verdampft, strömt, gefriert, quillt, reinigt, versickert, verdunstet, staut, steigt an, steigt ab, sinkt, treibt an, treibt ab, schwappt über, flutet, plätschert, rinnt, tröpfelt, trieft, ebbt ab, erfrischt, belebt, löscht, regnet, spritzt, nässt, labt, kühlt, stillt, trägt, versenkt, reflektiert, spiegelt, gleitet, überschwemmt, mäandert, tropft, brandet, benetzt, fehlt, tränkt, ertränkt, transportiert, fließt und fließt und fließt… Das Wasser… Ein unaufhörlicher Kreislauf…
„Wer in denselben Fluss hinabsteigt, dem strömt stets anderes Wasser zu“, so der griechische Philosoph Heraklit. In seiner uferlosen Erscheinungsvielfalt zum Mythos geworden, war das Wasser von jeher Gegenstand geistiger und künstlerischer Gedankenströme. Seine metaphorische Bedeutungsvielfalt eröffnet der Kreativität ein schier unerschöpfliches Reservoir. „Alles fließt.“
Auch die Künstlerinnen des Paderborner Arbeitskreises „FrauenKultur“ der Gleichstellungsstelle konnten sich dem Faszinosum „Wasser“ nicht entziehen und sind auf Grund dessen auf dessen Grund nach Perlen getaucht. Die geborgenen Schätze können in der Ausstellung im FORUM JUNGER KÜNSTLER unter die Taucherbrille genommen werden.
Der Arbeitskreis „FrauenKultur“ wurde im Jahre 2001 von der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn ins Leben gerufen. Er ist ein Beispiel gelungener Netzwerkarbeit von Künstlerinnen in Paderborn und Umgebung.
Die feierliche Eröffnung findet am 16. September 2012 um 11.00 Uhr statt. Es spricht der Bürgermeister der Stadt Paderborn.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags: 15 - 17 Uhr,
sonn- und feiertags: 11 - 18 Uhr