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Aktuelle Kältemittelsituation

Die EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase (EU) Nr. 517/2014 – F-Gase-Verordnung
Die neue F-Gas-V trat am 9. Juni 2014 in Kraft und gilt seit 01. Januar 2015. Sie soll einen Anreiz dazu schaffen, neue Alternativen anstelle von F-Gasen einzusetzen. Ziel ist, die Emissionen des Industriesektors bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. F-Gase sind fluorierte Treibhausgase wie R134a, R404A, R410A, R407C u.v.m. Sie werden in den meisten herkömmlichen Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen als Kältemittel eingesetzt. Wenn diese Gase in die Atmosphäre gelangen, tragen sie zum Ozonabbau bei und verstärken den Treibhauseffekt.
Durch die neuen Regelungen sollen die Emissionen fluorierter Treibhausgase (F-Gase) in der Europäischen Union um 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent auf 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent bis zum Jahr 2030 gesenkt werden.
Die Reduktion der Emissionen soll durch drei wesentliche Regelungsansätze erreicht werden:

1. Schrittweise Beschränkung (Phase down) der am Markt verfügbaren Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) bis zum Jahr 2030 auf ein Fünftel der heutigen Verkaufsmengen
2. Verwendungs- und Inverkehrbringungsverbote, wenn technisch machbare, klimafreundlichere Alternativen vorhanden sind
3. Beibehaltung und Ergänzung der Regelungen zu Dichtheitsprüfungen, Zertifizierung, Entsorgung und Kennzeichnung
Hier die EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase (EU) Nr. 517/2014herunterladen.
Was bedeutet das für den Betreiber von Anlagen der Kälte-, Kühl- und Klimatechnik?
Jedes Kältemittel wird seit 1.1.2015 nach seinem Treibhauspotential, dem GWP („Global Warming Potential“) eingestuft (nicht mehr einfach nach seiner Füllmenge in kg). Referenzwert ist CO2 mit einem GWP = 1.
Beispiel: R404A hat ein GWP = 3922
Das heißt: 1 Kilogramm R404A in der Atmosphäre besitzt das gleiche Treibhauspotential wie 3.922 kg C O 2 !
Ab 2020 sind Kältemittel mit einem GWP > 2500 in neuen stationären Anlagen verboten. Die Verwendung dieser Kältemittel für Wartung und Instandhaltung bestehender Anlagen ist je nach Anlagengröße und Füllmenge ebenfalls untersagt. Beispielsweise ist das Nachfüllen von R404A und R507 nur noch bis zu einer Anlagengröße mit max. 10,2 kg Füllmenge erlaubt (das entspricht 40 t CO2 – Äquivalent).


Außerdem hat sich nun die Nachweispflicht der Dichtheitsprüfungen gegenüber den Behörden geändert. Anlagenlogbücher müssen ergänzt bzw. ersetzt werden. Das jeweilige CO2-Äquivalent muss in der Beschriftung der Anlage zukünftig enthalten sein oder bei bestehenden Anlagen nachgetragen werden.
Um das CO2-Äquivalent einer Anlage zu ermitteln, multipliziert man den GWP-Wert des Kältemittels mit der tatsächlichen Anlagenfüllmenge. Ab dem 1.1.2015 wird das bisher bekannte System von 3 / 30 / 300 kg Füllgewicht auf das dann gültige CO2-Äquivalent umgestellt.
Hier die Intervalle der Dichtheitsprüfung je nach vorhandenem CO2-Äquivalent in der Anlage: 5 bis 50 t – 12 Monate / 50 bis 500 t – 6 Monate über 500 t – alle 3 Monate

Mit unserem Partner DAIKIN bringen wir das neue Kältemittel R-32 auf den Markt.
Sicherheit, Effizienz, Umweltschutz, attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Kältemittel R-32 schlägt seine Vorgänger in allen Disziplinen, sowohl im Wohnbereich als auch für kleinere Gewerbeeinheiten. Das Kältemittel R32 hat ein GWP von 675 und damit eine um 68 % geringere Klimawirkung als R410A. DAIKIN bietet mittlerweile verschiedene Systeme unter der Bezeichnung „Bluevolution“ mit dem Kältemittel R-32 an: die vier Wandgeräte Ururu Sarara, Emura, Professional und Siesta, eine Multi-Split-Außengeräte-Serie und ein Kanalanschlussgerät. Damit führt der Klimagerätehersteller konsequent seine Strategie fort, umweltfreundliche und zukunftsfähige Kältemittel mit niedrigem GWP in seinen Geräten einzusetzen.
Alle Geräte erfüllen jetzt schon neue F-Gas-Verordnung für 2025