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| Tierquälerei |
| Katrin 10.05.2010, 18:51 Uhr (KatrinSchabram@gmx.de) (Antworten) |
Hallo!
Ich war am 01. und am 02.05 in Freienfels und, um es vorweg zu nehmen: ich finde, dass es wirklich eine schöne Veranstaltung ist.
Das wer wollte 10 Tage lang lagern konnte, ist großartig und sowohl der Markt als auch das Veranstaltungsprogramm sind sehr abwechslungsreich - für jeden was dabei.
Was mich aber ganz massiv stört, ist der Umgang mit den Pferden!!!
Nachdem ich schon vor zwei Jahren feststellen musste, dass bei den Ritterspielen einige (wohlgemerkt: NICHT ALLE) Reiter ausgesprochen grob mit ihren Pferden umgegangen sind und hochgerissene Köpfe und vor Schmerzen aufgerissene Mäuler ein "normaler Anblick" waren, habe ich mich bisher von derartigen Veranstaltungen ferngehalten.
Am letzten Samstag jedoch saßen wir zur Feuershow von "Pa-li-Tchi" (wirklich genial!!) auf der Tribüne vor-Kopf zum Sandplatz. Und als die Show fertig war kam noch eine Nachtvorstellung der Reiter und wir sind sitzen geblieben...
Und was es dann zu sehen gab, war echt unglaublich - im allernegativsten Sinne!!!
Die Feuershow - als "Vertrauensbeweis der Pferde zu ihren Reitern" angepriesen, würde sich hervorragend eignen, um Stressverhalten bei Pferden zu lehren!
Hochgerissene Köpfe mit entsprechend ausgeprägtem Unterhals und aufgerissene Mäuler - wie gesagt: Standard. Die Reiter haben dem ja auch mit entsprechenden Hilfszügeln und scharfen Gebissen entgegengewirkt - mit dem "Vertrauen" war es wohl nicht allzuweit her!
Die Körpersprache der Pferde zeigte ganz klar Stress und Angst in einem meiner Meinung nach nicht zu tolerierenden Maße: völliges Verkrampfen der Hinterhand beim Rückwärtsrichten durch die "Feuergasse", deutlich seitwärts getragener Schweif, extremes Schweifschlagen, geblähte Nüstern, etc.
Das Pferde zwar im Dunkeln gut sehen können, aber Probleme mit Licht-Dunkelwechseln haben, konnte man sehr schön erleben, indem beide Pferde die sehr niedrigen Sprünge gerissen haben.
Sollte ich noch erwähnen, dass das eine Pferd mit dem Hintern ZIEMLICH dicht an der Brennenden Stange (in der "Feuergasse") war (und es waren nichtmal die Schweife zusammengebunden, um die Feuergefahr zu minimieren)?
Mit Vertrauen hatte das alles nichts zu tun!
Wer sehen will, wie ein Pferd, das seinem Reiter wirklich vertraut, durch Feuer geht, sollte sich an die wirklichen Profis halten - Polizeireiter und die Bereiter in diversen Landesgestüten, die ihr Können ja auch des Öfteren vor Publikum zeigen.
Ich verstehe nicht, wieso man eine ansonsten hochwertige Veranstaltung wie die Freienfelser Ritterspiele durch solch tierquälerische Shows abwerten muss.
Über mangelnden Zulauf kann sich doch insgesamt wohl niemand beschweren - und die Leute kommen mit Sicherhait nicht nur, um sich die Pferde anzuschauen (schon gar nicht nachts um elf)! Und das für "Action" keine Vierbeiner nötig sind, haben "Pa-li-Tchi" und Co. doch wohl eindrucksvoll bewiesen....
Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn nächstes Jahr zum Wohle der Pferde auf gewisse Dinge verzichtet werden würde...
Ich bin gespannt...(und freue mich)
Katrin |
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| Anonym 25.07.2010, 21:06 Uhr (Antworten) |
| Ich muss dem Zustimmen. Gerade dieses Jahr haben mich insbesondere die professionellen Reiter enttäuscht. Ich schaue mir die Turniere insbesonderewegen der Reiter an und war bisher vom Umgang mit den tieren und der Situation durchaus begeistert. Hier und da waren zwar schon immer Reiter dabei, die nichts auf dem Platz zu suchen hatten (auch bei den Professionelen), allerdings war es dieses Jahr und das Jahr davor teilweise sehr extrem. Insbesondere die weiblichen Reiter fallen durch viel zu viel Zügelgezerre an den Stangengebissen auf. Ich erinnere micha lleridngs auch noch an Reiter, die mit ihren Tieren sehr entspannt auf dem Platz vor und nach dem turnier am Halsring und ohne Sattelabgeritten sind und teilweise anspruchsvolle Lektionen abverlangt haben. Es geht so und so. Leider ist mittlerweile bei solchen Veranstaltungen offensichtlich zu viel Geld im Spiel... |
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| Anonym 14.05.2010, 15:21 Uhr (Antworten) |
Mit "langweilig" in meinem Eintrag weiter unten meine ich sicherlich nicht, dass es um tierquälerische Shows geht, wo Pferde mit aufgerissenen Augen, Nüstern und Mäulern hektisch über den Platz tippeln, sondern um niveauvolles, anspruchsvolles Reiten, das wirklich was mit Können zu tun hat. Und auch um neue Storys und/oder Exerzicien. Ich bin selbst Reiter und ehemaliger Mittelalter-Aktiver und weiß, wovon ich spreche!
Es gab Zeiten in Freienfels, da waren die (freien) Turniere anspruchsvoller, und es ging wirklich um reiterliches Können!
Bitte keine falschen Interpretationen! |
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| Karina 11.05.2010, 07:01 Uhr (Antworten) |
Hallo,
ich bin selber begeisterte Reiterin,und muss zustimmen, das es da manch unschönes zu sehen gibt-allerdings genauso wie auf "normalen" Reitturnieren.Viele der Ritter kümmern sich, glaube ich, sehr um die Show, wobei die Reitkunst manchmal leider zu kurz kommt.Problem ist aber auch, das viele Zuschauer a) dies aus Unkenntnis nicht bemerken und b) es langweilig finden und "spektakuläre Neue Dinge wollen (siehe Beitrag weiter unten"langweilig").Das es besser geht, habe ich bisher nur beim Kaltenberger Ritterturnier gesehen. |
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