kreuz&quer AKTIV
auf gotischen Spuren in Paderborn














"kreuz&quer AKTIV" auf gotischen Spuren in Paderborn

Am 13.12.18 besuchten wir die Ausstellung „Gotik – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“. Gezeigt werden die revolutionären Veränderungen,
die – von Frankreich ausgehend – Europa in der Gotik erfassten.

Durch die Ausstellung führte uns Frau Schrader Bewermeier und vermittelte uns viel Wissenswertes. So begann 1215 der Neubau des Paderborner Doms. In der Kathedrale wurden uns gotische Bausubstanz sowie gotisches Dekor aus dem 13. Jahrhundert gezeigt und erläutert. Die Erbauer hofften, dass die Kathedrale Abbild des himmlischen Jerusalems sein werde. Deshalb war der Innenraum der Kathedrale besonders gegliedert. Der gotische Lettner des Paderborner Doms trennte das Langhaus vom Chor und damit die Laien vom Klerus.

Wir erfuhren, dass auch die Edelherren zur Lippe, insbesondere als Paderborner Bischöfe, die Gotik in Westfalen und in Europa beeinflussten. Folgerichtig ist im Museum u. a. ein Abbild der „lippischen Rose“ zu sehen.

Wir sahen die für die Gotik typische Emotionalität im Ausdruck der Figuren. „Große Gefühle in Stein gemeißelt, in Holz geschnitzt“. Besonders beeindruckten Gesichtsausdruck und Haltung der sog. Fuststraßen-Madonna (um 1250). Das Christuskind greift spielerisch nach der Brosche am Gewand seiner Mutter. Die abgebildete liebevolle Beziehung berührt. Bemerkenswert ist auch die Büste eines Engels, dessen Gesicht innere Ruhe und gleichzeitig ein verschmitztes Lächeln zeigt.

Im Anschluss an die Führung besuchten wir den Weihnachtsmarkt. Zudem hatten einige Kirchen offen, so dass wir in adventliche Musik hineinhören konnten. Kein Wunder, dass die anschließende Zugfahrt zurück nach Detmold in bester Laune verlief.

Barbara Klaus



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