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Impuls der Woche

Woher kommt der "Weiße Sonntag"?

Hierzulande ist der Sonntag nach dem Osterfest, der Weiße Sonntag, eng mit den Erstkommunionfeiern verbunden. In diesem Jahr müssen sich die Kinder und ihre Familien vorerst noch gedulden und wir hoffen auf eine gute Durchführung der Feiern im Herbst. Der Weiße Sonntag stammt ursprünglich von der Taufe. In seinem lateinischen Namen "Dominica in albis" – Sonntag in weißen Gewändern, wird diese Wortherkunft deutlich.

In der frühen Kirche wurde nämlich vor allem in der Osternacht das Sakrament der Taufe gespendet. Die Taufbewerber legten dazu ihre alten Kleider ab, die zum Teil sogar verbrannt wurden. Danach schritten sie, wie einst das Volk Israel durch das Rote Meer beim Auszug aus der Gefangenschaft in Ägypten, durch das Wasser der Wiedergeburt und wurden dabei mit den Worten "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft. Anschließend zogen sie das neue weiße Taufkleid an, welches eine Woche getragen und erst am Weißen Sonntag wieder abgelegt wurde. So haben die Neugetauften Christus als Gewand angezogen, schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinden in Galatien (3,27).

Wenn Familien ihre Kinder heute zur Taufe anmelden, vergleiche ich im Taufgespräch das Taufgewand gerne mit einem Fußballtorwart und der Redewendung: "Der Torwart hat eine weiße Weste." Er hat seinen Kasten sauber gehalten und ist ein wichtiger Rückhalt für seine Mitspieler und ein Vorbild für die anderen. So lässt sich auch das Taufgewand verstehen: Alles alte, was das Leben schwer und hinderlich macht, alle Sünde und Schuld, alle Unfreiheit ist durch die Taufe abgewaschen worden. Der Neugetaufte lebt jetzt in der Gemeinschaft mit Jesus Christus und steht vor der Aufgabe, sein weißes Taufgewand sauber und rein zu halten, wie es der Torwart mit seinem Kasten versucht. Wie die Verteidiger helfen dabei Eltern, Familie und Paten.

Im Verlauf des Lebens und in den Traditionen der Kirche wird dieses Taufgewand im übertragenen Sinne immer wieder sichtbar: In den weißen Kleider der Mädchen bei der Erstkommunion, im Brautkleid bei der Trauung, im Hemd des Priesters der weiße Streifen am Hals, in den weißen Gewändern in den Gottesdiensten, zum Beispiel der Messdiener. Auch wenn das Taufkleid wieder abgelegt und jeder im Laufe des Lebens aus ihm herauswächst: Das Sakrament der Taufe prägt das ganze Leben und kann nicht rückgängig gemacht werden. Selbst wenn das Taufkleid durch schwere Schuld und Sünde völlig verschmutzt ist, endet Gottes Barmherzigkeit und Liebe nicht. Als Getaufter ist der Weiße Sonntag dafür eine schöne Erinnerung. Und als Taufspender ist es mir jedes Mal eine große Freude, den meist kleinen Kindern und ihren Familien diesen Schutz und Segen Gottes für das ganze Leben zusprechen zu dürfen.

Vikar Lukas Schröder

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