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525 Jahre Kirche St. Athanas

  Die Pfarre Berg im Drautal mit Pfarrer Josef Allmaier hat sich für das 525-Jahr-Jubiläum ihrer Filialkirche St. Athanas etwas Besonderes einfallen lassen.

Vom Sonntag, 7. November bis Sonntag, 14. November 2010,
fand die „St. Athanas-Woche“
statt.

Neben dem Festgottesdienst wurde ein eigens dafür geschriebenes Stück -
„Das Kreuz-Zeichen des Heiligen Athanasius“ - aufgeführt. Die Theatergruppe Berg im Drautal hat zusammen mit einer Kleingruppe des MGV „Harmonie“ Berg, dem Berger Frauenchor und dem Ensemble de.Viere.do die Entstehungsgeschichte in der Kirche gespielt. Ein Orgelkonzert mit dem Irschner Organisten Klaus Eder vervollständigte die Woche.

Wer durch das Obere Drautal fährt, dem fällt die „einsame Kirche an der Drau“ besonders auf. Ihre Entstehungsgeschichte ist voller Rätsel und Legenden. Von der Bevölkerung wird sie seit jeher als besonderer Kraftplatz aufgesucht. Nicht nur kirchliche Anlässe wie Hochzeiten und Andachten, sondern auch kulturelle Veranstaltungen werden dort gefeiert. So fand hier die klassische Konzertreihe „St. Athanas K<>nzerte“ von 2000 bis 2007 statt, und für manchen Chorabend oder manches Adventkonzert bildet sie den passenden Rahmen. Eine eigens in Auftrag gegebene „St. Athanasius Messe“ für großes Orchester, Chor und Solisten wurde im Jahre 2003 uraufgeführt.

St. Athanas war bis ins 15. Jahrhundert eine bedeutende Wallfahrtskirche.

Der Legende nach soll sich der Heilige Athanasius, Bischof von Alexandrien (293/296 bis 2.5. 373 n.Chr.), auf seinem Weg in die Verbannung nach Trier auf jenen Römerstein gesetzt haben, der sich in der Apsis der Athanaser Kirche befindet.

Die geschichtlichen Daten bezeugen, dass der Bischof von Caorle in der Zeit 1485 bis 1487 im Raum Kärnten und Slowenien unzählige Kirchen wieder-geweiht hat. Am Sonntag, den 6. November 1485, geschah dies in St. Athanas. Paolo Santonino berichtet davon in seinem detailreichen „Reisetagebuch“, das sich auch besonders den Gebräuchen und dem Essen der damaligen Zeit widmet.

Die Kirche wurde auf den Heiligen Nonosius geweiht – den einzigen spätantiken Heiligen aus Kärnten, der im Jahre 533 n. Chr. in Molzbichl beigesetzt wurde. Bis ins 15. Jahrhundert soll es um diesen Heiligen einen wahren Kult gegeben haben, der möglicherweise von St. Athanas ausgegangen ist.

„Wie es dazu kam, dass aus dem Heiligen Nonosius der Heilige Athanasius wurde, lässt sich nicht genau sagen,“ sagt der Autor des Stückes Sepp Sattlegger von der Theatergruppe Berg im Drautal, „doch bieten diese Namensverwechslung und die Legende einerseits und die historischen Daten andererseits einen wunderbaren Boden für ein kleines Stück. Ohne die Geschichte zu verdrehen, wird die Legende dort eingefügt, wo uns geschichtliche Quellen leere Flecken hinterlassen haben.“

Die Aufführungen fanden in der Kirche St. Athanas bei Berg im Drautal statt und wurden durch Kompositionen des Musikpädagogen Hans-Peter Pöllinger musikalisch umrahmt.

Dem Zuschauer wurde das geschichtliche Kleinod vor unserer Haustüre in Form von Theaterspiel und Musik lebendig vorgeführt – und hoffentlich dem Vergessen entrissen.

„Das Kreuz-Zeichen des Heiligen Athanasius“ anläßlich des 525-Jahr-Jubiläum Kirche St. Athanas bei Berg im Drautal

SpielerIn

Alexander, Schüler
Alexander Pichler

Paolo Santonino, zur Zeit 1485 Nobler belesener Herr im mittleren Alter, Sekretär des Bischofs von Caorle und Verfasser der Reisetagebücher
Alois Unterwaditzer

Bartholomäus Obrist, zur Zeit 1647„Feuerapostel“ im mittleren Alter
Pfarrer zu Athanas 1647-1676 und
Verfasser des Mirakelbuches von St. Athanas
Erwin Sattlegger

Noaser, in der Zeit 8. Jhdt. ehemaliger Mesner von St. Athanas,
alter Mann
Sepp Thalmann

Jakob, zur Zeit 370 n. Christus
Bursche im Volksschulalter
Clemens Fritzer

Valentin, Großvater von Jakob Alter Mann
Stefan Wuggonig

Katharina, Großmutter von Valentin, zur Zeit 336 n. Chr.
Mädchen im Volksschulalter
Anna Weiß

Heiliger Athanasius, zur Zeit 336 n. Chr.
Bischof von Alexandria, Mitte 30, unterwegs ins Exil nach Trier
Michael Reiter

Text und Regie:
Sepp Sattlegger

Musik:
Hans-Peter Pöllinger

Kleingruppe des MGV "Harmonie" Berg im Drautal
Berger Frauenchor Ensemble de.Viere.do

Bühne:
Hans-Peter Profunser

Ton und Licht:
Reinhardt Hassler, Peter Mayr, Helmut Schwaberl

Auskünfte: Sepp Sattlegger, 0650 26 08 60 1

St.-Athanas-Woche in Berg im Drautal

Sonntag, 7. November 2010

Filialkirche St. Athanas, Berg im Drautal, 14.00 Uhr
Festgottesdienst mit Pfarrer Josef Allmaier
anschließend: Aufführung des Spiels
„Das Kreuz-Zeichen des Heiligen Athanasius“

Samstag, 13. November 2010

Pfarrkirche Mariä Geburt, Berg im Drautal, 20.00 Uhr
Orgelkonzert Klaus Eder u.a. mit Improvisationen
aus der „St. Athanaser Messe“ von Gerald Spitzner

Sonntag, 14. November 2010

Filialkirche St. Athanas, Berg im Drautal, 17.00 Uhr
Aufführung des Spiels
„Das Kreuz-Zeichen des Heiligen Athanasius“

Die Akteure bei der Probe

Bilder Generalprobe Samstag 6. Nov.

Bilder Aufführung Sonntag 14. Nov.

Bilder Auftritt Brauchtumsmesse Sonntag 21. Nov.


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