Wahlen zu den Gemeinderäten und Kirchenvorständen

Ergebnisse der Wahlen zu den Gemeinderäten und Kirchenvorständen

Zum ersten Mal fanden die Wahlen in einem hybriden Format statt: entweder digital oder per Briefwahl. Die bisherige Urnenwahl entfiel.

Die letzten, klassisch mit Urne durchgeführten Wahlen wiesen eine sehr geringe Wahlbeteiligung auf. Die bisherige Wahlmodalitäten entsprach weder der pastoralen Realität noch der Lebensrealität vieler Christinnen und Christen. Auch um die Wahlbeteiligung zu steigern, wurde im Erzbistum Paderborn entschieden: weg von der klassischen Urnenwahl hin zur Online-Wahl mit der Option der Briefwahl auf Antrag.

Das Ergebnis spricht für sich: Lag die Wahlbeteiligung in 2021 im Pastoralverbund im Schnitt bei 9,7 % (Kirchenvorstandswahl) bzw. 7,5 % (Pfarrgemeinderatswahl), konnte sie bei dieser Wahl auf 28,3 % (Kirchenvorstandswahl) bzw. 22,4 % (Gemeinderat) gesteigert werden.

Die Ergebnisse, Mitglieder und Ansprechpartner je Kirchengemeinde:

Ahden

  • Gemeinderat
    Wahlbeteiligung: 24,5 % (Online-Wahl: 22,7 %, Briefwahl: 1,8%)
    gewählt wurden: Maria Bentler, Jasmin Kovac-Engelmeier, Silke Michels, Julia Schomaker
    Ansprechpartnerin des Gemeinderates: Jasmin Kovac-Engelmeier


  • Kirchenvorstand
    Wahlbeteiligung: 26,3 % (Online-Wahl: 25,3 %, Briefwahl: 1,1 %) 
    gewählt wurden: Friedrich Bertmann, Vjekoslav Kovac, Beate Meier, Silke Michels, Lars Runte, Jan Schumacher

    Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
    1. stellvertretender Vorsitzender: Jan Schumacher
    2. stellvertretender Vorsitzender: Friedrich Bertmann

Brenken

  • Gemeinderat
    Wahlbeteiligung: 23,3 % (Online-Wahl: 21,0 %, Briefwahl: 2,3 %)
    gewählt wurden: Stephanie Baumjohann, Ursula Brüggemann, Bettina Finke, Irmhild Jakobi-Reike, Barbara Nübel, Hildegard Pommer

    Vorstand des Gemeinderates: Irmhild Jakobi-Reike, Barbara Nübel
    Ansprechpartnerin des Gemeinderates: Irmhild Jakobi-Reike


  • Kirchenvorstand
    Wahlbeteiligung: 26,3 % (Online-Wahl: 24,3 %, Briefwahl: 2,0 %)
    gewählt wurden: Stephanie Baumjohann, Franz-Josef Freiherr von und zu Brenken, Anna Hanser, Alexander Krenke, Dr.-Ing. Norbert Rüsing

    Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
    1. stellvertretender Vorsitzender: Dr.-Ing. Norbert Rüsing
    2. stellvertretender Vorsitzender: Alexander Krenke

Büren

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 15,3 % (Online-Wahl: 12,7 %, Briefwahl: 2,7 %)
gewählt wurden: Rolf Alteköster, Dani Kata, Klaus Müntefering, Wendelin Niggemeier, Dr. Andreas Schürholz, Karin Schürholz

Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretender Vorsitzender: Klaus Müntefering
2. stellvertretender Vorsitzender: Dani Kata


Die Wahl zum Gemeinderat fand in Büren nicht statt. Die pastorale Arbeit soll als lokales Gemeindeteam fortgeführt werden. Der wesentliche Kern dieses Ehrenamts-Konzeptes liegt darin, dass jede bzw. jeder eingeladen ist, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen, für die man sich engagieren möchte, um so das kirchliche Leben vor Ort zu gestalten. Die anfallenden Aufgaben sind demnach projektbezogen und haben eine unterschiedliche Ausrichtung. Die Koordination soll ein Leitungsteam übernehmen.

Harth

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 31,9 % (Online-Wahl: 30,2 %, Briefwahl: 1,6 %)
gewählt wurden: Claudia Becker, Norbert Decker, Ludwig Günther, Markus Happe, Daniel Nillies

Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretender Vorsitzender: Ludwig Günther
2. stellvertretender Vorsitzender: Daniel Nillies

Die Wahl zum Gemeinderat fand auf der Harth nicht statt. 

Hegensdorf

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 35,0 % (Online-Wahl: 32,3 %, Briefwahl: 2,7 %)
gewählt wurden: Helga Herbst, Hendrik Lummer, Franz-Josef Plogmeier, Elke Reymann, Michaela Schulte, Michael Wördehoff

Vorsitzender Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretende Vorsitzende: Helga Herbst
2. stellvertretender Vorsitzender: Hendrik Lummer


Die Wahl zum Gemeinderat fand in Hegensdorf nicht statt. Die pastorale Arbeit soll in bewährter Form als lokales Gemeindeteam fortgeführt werden. Der wesentliche Kern dieses Ehrenamts-Konzeptes liegt darin, dass jede bzw. jeder eingeladen ist, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen, für die man sich engagieren möchte, um so das kirchliche Leben im Dorf zu gestalten. Die anfallenden Aufgaben sind demnach projektbezogen und haben eine unterschiedliche Ausrichtung. Die Koordination übernimmt ein Leitungsteam.
Ansprechpartner: Markus Stute

Siddinghausen

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 29,0 % (Online-Wahl: 28,6 %, Briefwahl: 0,4 %)
gewählt wurden: Petra Büngeler, Johannes Henneke, Johannes Kemmerling, Claudia Köster, Jürgen Möller, Norbert Tolksdorf

Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretender Vorsitzender: Johannes Henneke
2. stellvertretender Vorsitzender: Johannes Kemmerling

 

Die Wahl zum Gemeinderat fand in Siddinghausen nicht statt. Die pastorale Arbeit soll als lokales Gemeindeteam fortgeführt werden. Der wesentliche Kern dieses Ehrenamts-Konzeptes liegt darin, dass jede bzw. jeder eingeladen ist, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen, für die man sich engagieren möchte, um so das kirchliche Leben im Dorf zu gestalten. Die anfallenden Aufgaben sind demnach projektbezogen und haben eine unterschiedliche Ausrichtung. Die Koordination übernimmt ein Leitungsteam.
Ansprechpartnerin: Christiane Gottschalk

Steinhausen

  • Gemeinderat
    Wahlbeteiligung: 19,9 % (Online-Wahl: 18,6 %, Briefwahl: 1,3 %)
    gewählt wurden: Hilde Lues-Happe, Manuel Nillies, Melina Radmacher, Florian Stork, Tobias Stork, Verena Vollmer, Jochen Wonnemann

    Vorstand des Gemeinderates: Jochen Wonnemann, Verena Vollmer
    Ansprechpartner des Gemeinderates: Jochen Wonnemann


  • Kirchenvorstand
    Wahlbeteiligung: 22,6 % (Online-Wahl: 21,3 %, Briefwahl: 1,3 %)
    gewählt wurden: Bernhard Becker, Hans-Josef Frische, Mechthild Hesse, Stefan Hüser, Michael Kottmann, Markus Radmacher

    Vorsitzender: Pfarrer Christoph Severin
    1. stellvertretender Vorsitzender: Michael Kottmann
    2. stellvertretender Vorsitzender: Markus Radmacher

Weiberg

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 35,2 % (Online-Wahl: 31,5 %, Briefwahl: 3,8 %)
gewählt wurden: Manfred Berg, Michael Hammerschmidt, Reinhard Herbst, Birgit Mönninghoff, Sandra Wolf, Kathrin Wördehoff

Vorsitzender Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretender Vorsitzender: Reinhard Herbst
2. stellvertretender Vorsitzende: Sandra Wolf

Die Wahl zum Gemeinderat fand in Weiberg nicht statt. Die pastorale Arbeit soll als lokales Gemeindeteam fortgeführt werden. Der wesentliche Kern dieses Ehrenamts-Konzeptes liegt darin, dass jede bzw. jeder eingeladen ist, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen, für die man sich engagieren möchte, um so das kirchliche Leben im Dorf zu gestalten. Die anfallenden Aufgaben sind demnach projektbezogen und haben eine unterschiedliche Ausrichtung. Die Koordination übernimmt ein Leitungsteam.
Ansprechpartnerin: Eva-Maria Wellen

Wewelsburg

  • Gemeinderat
    Wahlbeteiligung: 21,8 % (Online-Wahl: 20,4 %, Briefwahl: 1,4 %)
    gewählt wurden: Tobias Kallemeier, Sylvia Kroll, Marliese Krüger, Benedikt Krüger-Vollmari, Miriam Merschbrock, Stefanie Planken-Leopold, Jennifer Stamm, Michael Wiechers

    Vorstand: Tobias Kallemeier, Jennifer Stamm
    Ansprechpartner des Gemeinderates: Tobias Kallemeier


  • Kirchenvorstand
    Wahlbeteiligung: 24,9 % (Online-Wahl: 23,3 %, Briefwahl: 1,5 %)
    gewählt wurden: Hildegard Alpmann, Stephan Hielscher, Marliese Krüger, Daniel Napolitano, Karl-Hans Reelsen, Andrea Schröder

    Vorsitzender Pfarrer Christoph Severin
    1. stellvertretender Vorsitzender: Karl-Hans Reelsen
    2. stellvertretender Vorsitzende: Andrea Schröder

Weine

Kirchenvorstand
Wahlbeteiligung: 36,6 % (Online-Wahl: 31,9 %, Briefwahl: 4,7 %)
gewählt wurden: Klaus Feldmann, Monika Kaup, Katrin Keller, Philipp Rohm, Andreas Spenner

Vorsitzender Pfarrer Christoph Severin
1. stellvertretender Vorsitzende: Monika Kaup
2. stellvertretender Vorsitzende: Katrin Keller

Die Wahl zum Gemeinderat fand in Weine nicht statt. Die pastorale Arbeit soll als lokales Gemeindeteam fortgeführt werden. Der wesentliche Kern dieses Ehrenamts-Konzeptes liegt darin, dass jede bzw. jeder eingeladen ist, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen, für die man sich engagieren möchte, um so das kirchliche Leben im Dorf zu gestalten. Die anfallenden Aufgaben sind demnach projektbezogen und haben eine unterschiedliche Ausrichtung. Die Koordination übernimmt ein Leitungsteam.
Ansprechpartnerin: Katrin Keller

Digital oder per Briefwahl wählen

Mit der Wahlbenachrichtigung, die ab dem 10. Oktober versandt wurden, hatten die Gläubigen zwei Möglichkeiten zur Wahl, von denen eine in Anspruch genommen werden kann. Hier waren die wichtigsten Fragen zu diesem neuen Prozedere zusammengestellt:

Warum wird nicht mehr klassisch per Urne, sondern online bzw. per Brief gewählt?

Die letzten, klassisch mit Urne durchgeführten Wahlen wiesen eine sehr geringe Wahlbeteiligung von ca. 4 % auf. Dies lag u. a. darin begründet, dass die Wahlmodalitäten weder der pastoralen Realität noch der Lebensrealität vieler Christinnen und Christen entsprachen. Hinzu kamen eine hohe Fehleranfälligkeit sowie eine hohe Verwaltungslast. Diese Probleme aktiv anzugehen, um eine Steigerung der Wahlbeteiligung und eine Verringerung von Fehlern zu erreichen, sind die entscheidenden Gründe für den Wechsel weg von der klassischen Urnenwahl hin zur Online-Wahl mit der Option der Briefwahl auf Antrag.

Gibt es bereits Erfahrungen mit anderen, nichtklassischen Wahlformaten?

Ja, die gibt es: Verschiedene Bistümer haben mit neuen Wahlformaten bereits Erfahrungen gesammelt, wobei es überwiegend zu einer nachweisbar erhöhten Wahlbeteiligung kam: Das Bistum Münster konnte z. B. die Wahlbeteiligung von 5 % bei einer reinen Urnenwahl auf 21 % mit einer allgemeinen Briefwahl steigern. Auch das Erzbistum Freiburg hat sich in diesem Feld ausprobiert und konnte bei der Online-Wahl die Wahlbeteiligung auf 13 % steigern. Im Erzbistum Paderborn wurde bei der letzten PGR-Wahl 2021 in vier Pastoralen Räumen ebenfalls die Online-Wahl erprobt und eine Steigerung der Wahlbeteiligung auf bis zu 20 % erreicht. Im weltlichen Bereich wurden bspw. im Rahmen der Sozialwahl 2023 sowie insbesondere bei Hochschulwahlen ebenfalls gute Erfahrungen mit Online-Wahlen gesammelt.

Was sind die Ziele der Umstellung des Wahlmodus?

Die Online-Wahl bietet eine einfache und zugleich sichere Möglichkeit der Stimmabgabe, auch über den Gottesdienstbesuch hinaus. Mit diesen verbesserten Partizipationsmöglichkeiten soll eine höhere Wahlbeteiligung einhergehen. Dadurch können demokratische Prozesse gestärkt und die Legitimation der gewählten Gremien und ihrer Mitglieder erhöht werden. Gleichzeitig sollen die ehrenamtlich Engagierten sowie die Verwaltung vor Ort entlastet und Prozesse vereinfacht werden.

Wie funktioniert die Online-Wahl?

Jede wahlberechtigte Person erhält für die jeweilige Wahl eine Wahlbenachrichtigung. Diese enthält u.a. den Zugangscode für die Online-Wahl. Mit diesem erfolgt der Zugang zur Online-Wahlkabine. Nach der erforderlichen Authentifizierung können die Wählerinnen und Wähler ihre Stimme durch Ausfüllen des elektronischen Stimmzettels abgeben.

Wie funktioniert die Brief-Wahl?

Der Briefwahlantrag geht den Wahlberechtigten mit der Wahlbenachrichtigung zu. Auf diesen Antrag hin werden die Briefwahlunterlagen erteilt. Der Briefwahlantrag ist postalisch an das Pastoralverbundsbüro (Detmarstraße 22, Büren) zu richten oder – je nach Verfügbarkeit – persönlich im Pfarrbüro zu erklären. Letzter Termin für die Beantragung der Briefwahlunterlagen ist Mittwoch, 5. November. Danach werden keine Briefwahlunterlagen mehr ausgegeben.

Wie wird die doppelte Stimmabgabe ausgeschlossen?

Die Online-Wahl ist das leitende Wahlverfahren. Dies bedeutet, dass die abgegebene Online-Stimme immer Vorrang vor einer abgegebenen Briefwahlstimme hat. Da auch nach Beantragung der Briefwahlunterlagen sich die antragstellende Person noch umentscheiden und somit doch online wählen kann, werden alle Briefwahlunterlagen vor Auszählung gegengeprüft. Mittels eines Abgleichs mit der Liste derjenigen, die online gewählt haben, kann so festgestellt werden, ob die Person bereits zuvor online gewählt hat. Sollte dies der Fall sein, ist die Briefwahlstimme ungültig und wird nicht gewertet. Dementsprechend kann eine doppelte Stimmabgabe, sowohl online auch als per Brief, ausgeschlossen werden.

Wie und wann werden die Wahlberechtigten benachrichtigt? Bis wann kann man wählen?

Neben der „klassischen“ Bekanntgabe der Wahl durch Aushang, im Pfarrbrief oder im Gottesdienst erhalten nun erstmals alle Wahlberechtigten im Erzbistum Paderborn eine persönliche Wahlbenachrichtigung.

Ab Mitte Oktober werden die persönlichen Wahlbenachrichtigungen per Post verschickt.

Diese enthalten sowohl die Zugangsdaten für die sichere Online-Wahl als auch einen Antrag für die Briefwahl.

Die Online-Wahl ist bis zum Freitag, 7. November (23:59 Uhr) möglich. Die Frist zur Abgabe der Briefwahlunterlagen endet am Sonntag, 9. November, um 12:30 Uhr.

 

Kann ich meine Stimmabgabe üben?

Ja, die gibt es: Hier finden Sie die Demo-Wahlkabine für die pastoralen Gremien und hier die Demo-Wahlkabine für den Kirchenvorstand.

Demowahlkabine für pastorale Gremien:
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Demowahlkabine für Kirchenvorstände:
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Wer darf die Kirchenvorstände wählen?

Wahlberechtigt für die Wahl zum Kirchenvorstand ist grundsätzlich jedes Mitglied der Kirchengemeinde, das am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat und spätestens sechs Monate vor dem Wahltag seinen Erstwohnsitz in der Kirchengemeinde begründet hat.

Bild: Erzbistum Paderborn