Kirchenchor

Besuch des Kirchenchores in Vincennes

vom 30.05. bis 02.06.2019

FV

Jubiläumsreisebericht

 

60. Begegnung der Chöre St. Elisabeth, Obercastrop, und St. Louis, Vincennes,

vom 30. Mai 2019 bis 02. Juni 2019

 

 

Wir feiern unser Jubiläum - 60 Jahre Chorfreundschaft inmitten Europas!

 

 

Europa ist in aller Munde und die Europawahl ist kaum beendet, da machen sich die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Elisabeth auf den Weg, den Partnerchor St. Louis in Vincennes zu besuchen. Es ist mittlerweile die 60. Begegnung der beiden Chöre, die in der Zeit vom 30. Mai bis 2. Juni dieses Jahres stattfand - zum Bedauern aller Choristen und Freunde der Chöre in Vincennes und Obercastrop erstmalig in all den Jahren ohne den erkrankten Chorleiter Klemens Koerner.

 

Am Mittag des Himmelfahrtstages trafen die Chormitglieder aus Obercastrop in Vincennes ein, wo ihnen ein langersehntes Willkommen und ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Nach der Mittagspause im Kreise der gastgebenden Familien begann das Programm am Nachmittag mit einer gemeinsamen Chorprobe, bevor nach dem von Pastor Markus Ueter geleiteten Gottesdienst in St. Louis beim Abendessen endlich ausgiebig die Gelegenheit genutzt werden konnte, sich mit den französischen Freunden auszutauschen.

 

Am Abend des 31. Mai 2019 war es dann soweit: In der Kirche St. Louis begann das Jubiläumskonzert mit dem Werk Verleih uns Frieden von Mendelssohn unter der Leitung von Stanislav Pavilek. Die ersten beiden Teile des Stückes wurden von den Choristen aus Obercastrop dargebracht, ergänzt durch die französischen Choristen endete das Stück mit großartigem Klang, was vom Publikum mit großem Beifall honoriert wurde. Für alle wurde sichtbar, wie gut die Chöre harmonieren: Verleih uns Frieden inmitten Europas.

 

Im zweiten Teil des Konzertes wurde Antonin Dvoraks Stabat Mater (op. 58) dargebracht. Unter der Leitung von Jérôme Clauzel wurden die beiden Jubiläumschöre von zwei weiteren Chören, Solisten und Orchester unterstützt, so dass rund 200 Musiker, Sängerinnen und Sänger das Werk erklingen ließen. Die überzeugende Darbietung aller wurde durch die Zuhörer in der voll besetzten Kirche mit langanhaltendem Applaus gewürdigt.

 

Der Ausflug am Samstag führte uns nach Paris. Dort besuchten wir zunächst den Hof der Tuilerien, das nationale und politische Zentrum von Paris, und erhielten einen Einblick in die Entwicklung dieses Ortes im Laufe der Jahrhunderte. Nach der Mittagspause folgten wir weiteren Spuren Napoleons I mit dem Besuch des Hotels der Invaliden nebst Invalidendom, bevor wir den schönen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen in direkter Nachbarschaft zum Chateau de Vincennes bei gutem Essen und in guter Stimmung ausklingen ließen.

 

Der Abschlussgottesdienst am Sonntag wurde gemeinsam gestaltet von Père Bonnassies und Pastor Ueter sowie beiden Chören. Auch hier und bei dem anschließenden Empfang der Gemeinde für die deutschen Gäste war wieder deutlich zu spüren, wie wichtig allen (Jung und Alt, Sänger/-in oder nicht, gleich welcher Herkunft) dieser Austausch ist.

 

Während der gesamten vier (viel zu kurzen) Tage und Nächte wurde jede Möglichkeit genutzt, die freundschaftlichen Beziehungen beider Chöre und zu den befreundeten Familien zu intensivieren, bis es am Sonntagnachmittag hieß: à l’année prochaine à Castrop – bis zum nächsten Jahr in Castrop.

 

 

 

Sabine Barkowsky